Bild: Projektinfo | Vorwort
Unterstützung der Zusammenarbeit der Klein- und Mittelstädte zur Stärkung der Region

Citynet - Eine Initiative zum Aufbau eines Städtenetzwerkes im österreichisch - ungarischen Grenzraum

Durch die EU-Erweiterung ist der Kooperationsbedarf im Grenzraum in vielen Bereichen gestiegen. Der Europäische Wettbewerb zwischen den Regionen und den Standorten, die neuen Europäischen Förderprogramme 2007-2013, das Zusammenwachsen der Wirtschaftsräume über die Grenzen hinweg und die starke Konzentration in den Metropolen sind die Herausforderungen der Zukunft.
Aus diesem Anlass wurde auf Initiative des Regionalen Entwicklungsverbandes Industrieviertel und mit der Unterstützung der Landesregierung und der NÖ Dorf- und Stadterneuerung das Interreg IIIA Projekt "Citynet - Netzwerk kleinregionaler Zentren im Österreichisch-ungarischen Grenzraum" ins Leben gerufen.

Ziel dieses Projektes ist die Vertiefung der grenzüberschreitenden Kooperation von regionalen Klein- und Mittelzentren im Industrieviertel, dem Burgenland und Westungarn.

Folgende Vorteile entstehen den teilnehmenden Städten durch das Projekt:

  • Infotainment: öffentlichkeitswirksame Darstellung der einzelnen Städte- profile und Unterstützung im grenzüberschreitenden Förderwettbewerb
  • Alle machen alles? Information über die Entwicklungsschwerpunkte anderer Städte und Abstimmung der Entwicklungsstrategien
  • Gemeinsame Schwerpunkte setzen
  • Schaffung eines gemeinsamen Sprachrohres regionaler Zentren im Grenzraum

Folgende Citynet Angebote sind für die Städte im Netzwerk nutzbar:

  • Citynet Standortkatalog: Publikation der Entwicklungsschwerpunkte der Städte im Grenzraum
  • Citynet Entwicklungsworkshops zu den Themen Umwelt, Erneuerbare Energie, Bildung, Stadtmarketing, Tourismus, Zukunftstechnologien, BürgerInnenservice
  • Citynet Plattform: Ausbau des Städtenetzwerks als grenzüberschreitende Plattform für Kooperationen
  • Citynet International: Erfahrungsaustausch über die Grenze hinweg, mögliche Einbindung in transnationale Projekte, europäischer Mehrwert durch gemeinsame Folgeprojekte

Dipl.-Ing. Andreas Weiß
Regionalmanager Industrieviertel

VORWORT MIKL-LEITNER
Unsere regionalen Zentren und Städte bilden die Keimzelle für die wirtschaftliche, kulturelle und soziale Entwicklung von Regionen. Ihnen gilt daher in der zukünftigen Entwicklung Europas ein besonderes Augenmerk. Sie stehen im neuen Europa vor großen Herausforderungen. Einerseits steigt durch die Globalisierung die Konkurrenz um Betriebe, Arbeitskräfte und sonstige Ressourcen - nur wer ein eigenständiges Profil erwirbt und sich spezialisiert kann überleben - andererseits verschieben sich durch die EU- Erweiterung die regionalen Zusammenhänge - alte Grenzen lösen sich auf und neue Kooperationsräume werden gebildet.

Kooperationen und Netzwerke sind ein Erfolg versprechender Weg, um sich auch in Zukunft zu behaupten. Aus diesem Anlass wurde auf Initiative des Regionalen Entwicklungsverbandes Industrieviertel und mit Unterstützung der NÖ Dorf- und Stadterneuerung das Interreg IIIA Projekt Citynet - Netzwerk kleinregionaler Zentren im österreichisch-ungarischen Grenzraum ins Leben gerufen.

Citynet soll ein gemeinsames Sprachrohr für die regionalen Zentren im Grenzraum schaffen, ihnen dabei helfen, ihre Entwicklungsschwerpunkte aufeinander abzustimmen und in Zukunft gemeinsame EU-Projekte durchzuführen. Dazu dienen sowohl Publikationen wie auch gemeinsame Veranstaltungen und Förderberatungen.

Als für Europafragen zuständige Landesrätin wünsche ich dieser Initiative viel Erfolg.

Mag. Johanna Mikl-Leitner
Landesrätin

VORWORT RENNHOFER
Durch die Veränderung der Grenzen entwickeln sich neue Räume und Regionen. Neue Nachbarschaften entstehen und damit kommt es zu neuen Kooperationen. Um diese optimal zu gestalten und für die Menschen in den Regionen nutzbar zu machen, gibt es in den Regionalmanagements in Niederösterreich einen entsprechenden Arbeitsschwerpunkt.

Kompetente Projektberatung, Aufbau von Projektgemeinschaften und Projektmanagement von grenzüberschreitenden Projekten sind die Eckpfeiler dieser erfolgreichen Arbeit. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Regionalen Entwicklungsverbänden in Niederösterreich sind auch die strategischen Schwerpunktsetzungen für die Regionalentwicklung sichergestellt.

Damit sollte es uns in Zukunft noch besser gelingen unsere Entwicklungsvorstellungen mit den Nachbarregionen abzustimmen und gemeinsame Projekte zu gestalten.

Mit dem Projekt Citynet ist nunmehr ein wichtiger Bereich in der Regionalentwicklung angesprochen: Die Vernetzung unserer Klein- und Mittelstädte zur Stärkung der Region. Denn nur durch gezielte Kooperationen wird es uns gelingen einen Beitrag zum gemeinsamen Europa zu leisten und "Europa" näher an die BürgerInnen zu bringen.

LAbg. Franz Rennhofer
Vorstand des Regionalen Entwicklungsverbandes
Industrieviertel

VORWORT TRAUNER

Die Stadterneuerung in Niederösterreich hat seit ihrer Einrichtung die Stärkung der Stadtgemeinden zum Ziel. Endogene Potenziale werden aufgezeigt und für die positive Weiterentwicklung der Stadt genützt. Durch die Tatsache, dass derzeit bereits 2/3 aller Städte bei der Aktion Stadterneuerung tätig sind, wird eine dementsprechende Breitenwirkung und ein positiver regionaler Effekt erzielt.

In der Zeit der Globalisierung und der immer knapper werdenden finanziellen Mittel haben sich Kooperationen und Netzwerke mehr denn je als wertvolles Werkzeug erwiesen. Die Zusammenarbeit von kleinen Einheiten führt zu einer Bündelung der Kräfte und damit zu einer Stärkung im täglichen Wettbewerb.

Ein neuer Schwerpunkt der NÖ Dorf- und Stadterneuerung sind daher Kooperationen verschiedener Meinungs-, Entscheidungs- und Handlungsträger, die die Basis von Netzwerken sind. Dabei geht es um die Unterstützung von Themennetzwerken (z.B. Thema Jugend, Mediatheken, Ortskernbelebung, Stadtmauern, Erhaltung des kulturellen Erbes), bei denen mehrere Städte zu verschiedenen Themen zusammenarbeiten und Know-how-Transfer organisieren. Diese Netzwerke werden auch im Rahmen von Interreg-Projekten international vorangetrieben.

Es war daher nur konsequent für die Stadterneuerung in Niederösterreich, auch diese Kooperation im Rahmen des Interreg-Projektes Citynet zu unterstützten, geht es hier doch um ein Netzwerk kleinregionaler Zentren im österreichisch-ungarischen Grenzraum.

Wir wünschen daher der Initiative des Regionalmanagements Industrieviertel viel Erfolg und freuen uns schon heute auf interessante Kooperationen in diesem Raum!

Dipl.-Ing. Hubert Trauner
Sachgebietsleiter Dorf- und Stadterneuerung,
Ortskernbelebung

VORWORT MÜLLER

Durch die EU-Erweiterung und die neuen Fördermöglichkeiten in den Nachbarländern sind wir vermehrt gefordert, um im Standortwettbewerb bestehen zu können. Eine Politik der Ausgrenzung wäre hier aber die falsche Strategie.

Durch gezielte Kooperationen und durch eine Arbeitsteilung der Gemeinden, Städte und Regionen im Grenzraum kann eine positive gemeinsame Weiterentwicklung erreicht werden. Gemeinden- und Regionspartnerschaften sowie darauf aufbauende Projekte und Initiativen sind daher ein wichtiger Baustein in der Entwicklung unserer Lebensräume.

Als Stadt Wiener Neustadt sehen wir im Projekt Citynet eine weitere Chance uns an der positiven Entwicklung der Region zu beteiligen und neue, innovative Kooperationsprojekte aktiv mit zu gestalten.

Bernhard MÜller, Bürgermeister Wr. Neustadt Vorstand des Regionalen Entwicklungsverbandes Industrieviertel

Vorwort ANDRÀS

Nach der Grenzöffnung im Jahre 1990 und dem Abbau des "Eisernen Vorhanges" waren die grenzüberschreitenden Beziehungen vorerst vor allem von Wirtschaftsinteressen geprägt. Nach und nach folgte der Abbau der Grenzen im Kopf auch in anderen Gesellschaftsbereichen.

In der Wirtschafts- und Gesellschaftsentwicklung der österreichisch-ungarischen Grenzregion spielen die Städte eine bestimmende Rolle.
Neben den Großstädten wie z.B. Wien, Graz, Győr und Szombathely fállt es den Mittelstädten und kleinregionalen Zentren zunehmend schwerer sich im Zeitalter der Globalisierung zu behaupten. In der grenzäberschreitenden Kooperation dieser Orte wurden in den letzten 15 Jahren zahlreiche Einzelprojekte verwirklicht. Die Zusammenarbeit in einem gemeinsamen Netzwerk, das für die Realisierung der langfristigen gemeinsamen Projekte ausgelegt ist, fehlte allerdings.

Am Projekt Citynet nehmen 17 Siedlungen der Region West-Pannonien teil, um durch Kooperation mit gleichrangigen Partnern von einander zu lernen. Themen sind alternative Energieversorung für öffentliche Institutionen, gemeinsame Initiativen und Projekte im Fremdenverkehr und die Vorbereitung eines einheitlichen Marketings für alle Städte. Man muss auch unterstreichen, dass das Projekt eine hohe Lebensqualität für die BewohnerInnen im Projektgebiet gewährleistet und dass die Entwicklung hauptsächlich auf den endogenen Ressourcen des österreichisch-ungarischen Grenzgebietes basiert.

Das Projekt Citynet ist ein wichtiger Meilenstein in der Vernetzung der Städte Westpannoniens mit ihren österreichischen Nachbarorten.

Vissi András
Regionale Entwicklungsagentur West-Pannonien

Top